Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

  • LinkedIn Social Icon
  • Xing Social Icon
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • EarlyNode

Was ist Edge Computing?

Und wieso das Gegenstück zum Cloud Computing nicht an den Rand gedrängt werden sollte



Edge Computing, also das Rechnen am Rand, beschreibt die Dezentralisierung der Datenverarbeitung an den Rand des Netzwerks. Zur Schonung von Ressourcen werden Daten, die von Endgeräten aufgezeichnet werden, nicht zuerst zur Verarbeitung an das Zentrum der Cloud gesendet, sondern schon an Ort und Stelle aufbereitet und ausgewertet. Andere Begriffe für Edge Computing sind zum Beispiel Fog Computing oder Local Cloud, beziehungsweise Cloudlet.


Wenn man hier vom Rand spricht, dann meint man den tatsächlichen geografischen Rand der Cloud. Die gesamte Rechenleistung wird dabei so nah wie möglich am Ursprung der Daten erbracht, anstatt zuerst zum Zentrum weitergeleitet werden zu müssen.


Diese Daten werden meist durch Endgeräte wie Smartphones, Controller oder Sensoren erhoben. In der Vergangenheit wurden alle erdenklichen Aufzeichnungen an die Cloud weitergeleitet, um dort gesichtet und bearbeitet zu werden. Heutzutage jedoch bieten intelligente Endgeräte die Möglichkeit, die Daten schon bei Erhebung nach Relevanz zu differenzieren und zu verarbeiten. Das ermöglicht zum Beispiel deutlich schnellere Reaktionszeiten, weil die Daten keine weiten Wege mehr hinter sich bringen müssen.


Gerade bei Konzepten wie dem des selbstfahrenden Autos ist Edge Computing dadurch sehr wichtig. Hierbei muss fast gezwungenermaßen an derselben Stelle verarbeitet werden, da Verzögerungen im Datentransfer im schlimmsten Fall fatale Folgen haben könnten.


Jedoch nutzt auch im Alltag jeder die Vorteile von Edge Computing, wenn er zum Entsperren seines Smartphones den Fingerabdruck oder Face ID verwendet. Datenerfassungsgeräte und Sensoren werden also immer intelligenter und können immer weiter dezentralisiert werden.


Dies bietet dem Konsumenten natürlich einige Vorteile. Die Wartezeiten werden nicht nur verkürzt, sondern die erhobenen Daten sind am Ende sogar akkurater, weil sie auf den weiten Strecken nicht mehr durch den Flaschenhals gezogen und verfälscht werden können. Das erhöht die Servicequalität und verbessert die Datensicherheit. Nur dann, wenn die Menge der zu verarbeitenden Daten sehr hoch ist, sieht sich Edge Computing noch vor ein Problem gestellt.


Edge Computing meint also prinzipiell die Auslagerung der Rechenleistung, die zur Verarbeitung von Daten genutzt wird, weg von den Zentren der Cloud und hin zu den tatsächlichen Ursprüngen der Daten zur Verbesserung der Leistung.