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Was ist E-Health?

Wie die Digitalisierung des Gesundheitswesens unseren Umgang mit Krankheit verändern könnte



E-Health, also Electronic Health, auch eHealth geschrieben und kurz und knackig mit “auf elektronischer Datenverarbeitung basierende Gesundheit oder Gesundheitstelematik” ins Deutsche übersetzt, beschreibt die Integration von Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnik ins Gesundheitswesen. Die zu etablierenden digitalen Hilfsmittel sollen für eine Verbesserung der Gesundheit seiner Nutzer sorgen, indem sie sich um Vorbeugung, Diagnose, Behandlung, Überwachung und Verwaltung kümmern. Sie sind in jedem Gesundheitssektor anwendbar.


Trotz des futuristischen Klangs des Begriffs, wurden erste Versuche in diesem Bereich schon 1997 unternommen - damals nannte man es nur noch nicht E-Health. Beispielsweise wurden die Krankengeschichten der Patienten erstmals von Computern erhoben; das bedeutet, dass die Digitalisierung traditioneller Prozesse im Gesundheitsbereich eigentlich bereits seit ganzen 23 Jahren in Gang ist. Diese erste Annäherung an die Zusammenführung von Internet und Medizin fand bereits drei Jahre später, 2000, ihren Weg in die Fachjournale und wurde schließlich bekannt als E-Health.

Von ihrer Entwicklung betroffen sind alle möglichen Akteure; nicht nur Ärzte und Patienten, sondern auch Apotheker, Krankenhäuser, Krankenkassen und sogar kleinere Organisation wie Selbsthilfegruppen.


Den Start machten schließlich die elektronische Gesundheitsakte, die zum Beispiel Notfalldaten und Medikationspläne enthält, und die Einführung elektronischer Managementsysteme. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben, denn das Internet und das Internet der Dinge brachten uns sogar Telemedizindienste, also den Austausch zwischen Arzt und Patient trotz räumlicher Distanz, und Internetmedizin. Plötzlich konnte man sich über Gesundheitsportale selbst über jegliche Krankheiten informieren und anschließend die passende rezeptfreie Medikation von Online-Apotheken bis vor die Haustür bringen lassen.


Neuerungen wie Gesundheits-Apps und weitere sogenannte mHealth-Anwendungen auf allen möglichen mobilen Geräten sollen demnächst zusätzlich bei der Erhebung von patienteneigenen Informationen helfen. Dazu zählt nicht nur die Überwachung von Vitaldaten über Wearables wie Smartwatches, sondern sogar die Fernüberwachung im eigenen Haus, die zum Beispiel in Kombination mit Video-Sprechstunden die Behandlung älterer Menschen erleichtern könnte.


E-Health äußert sich also in vielen verschiedenen Formen. Mal besucht man als Patient nur Informationsportale zum Thema Gesundheit, mal steht man durch die Fernuntersuchung, Ferndiagnose und Fernüberwachung des sogenannten Home Monitorings in direktem Kontakt mit dem behandelnden Arzt. Auch indirekter Austausch wird durch Online-Tagebücher zu Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes möglich. Das alles dient der besseren Dokumentation der Daten eines Patienten, die nun nicht mehr nur vom Arzt, sondern auch vom Patienten selbst ergänzt werden können.


Das Ziel von E-Health ist also eine Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen, um die Versorgung, Betreuung dadurch auch die Behandlungsergebnisse von Patienten zu verbessern. Auch eine sichere Datenverbindung wird angestrebt, um selbst online die ärztliche Schweigepflicht garantieren zu können, wobei der Datenschutz bisher tatsächlich als eins der noch zu überwindenden Hindernisse gilt.


Trotzdem verpflichten bereits Gesetzesentwürfe wie das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) und das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) zur Bereitstellung der elektronischen Krankenakte auf Endgeräten wie Smartphones und fordern sogar ein E-Rezept.


Auch das Interesse der involvierten Parteien selbst ist groß. Der Hartmannbund und Bitkom wandten sich nämlich mit einer Umfrage an 407 Mediziner und satte 90% schienen die Digitalisierung des Gesundheitswesens als große Chance für die Versorgung anzusehen. Laut der Bayerischen TelemedAllianz und Bitkom würden außerdem rund 60% der Deutschen die Sammlung ihrer Daten unterstützen.


Die Gleichung ist also simpel: addiert man Medizin, Informationstechnik und Gesundheitsmanagement miteinander, dann entspricht die Summe E-Health.