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Was ist Business Intelligence?

Eine clevere Art und Weise, aufgrund empirisch gesammelter Unternehmensdaten neue Strategien zu entwerfen, die einschlagen



Business Intelligence, kurz BI, ist ein Teilbereich der Wirtschaftsinformatik und lässt sich frei übersetzen mit dem Begriff der Geschäftsanalytik. Dabei geht es darum, Daten über ein Unternehmen zu sammeln, auszuwerten und zu präsentieren, um anschließend bestimmte Prozesse in Gang setzen zu können, die der systematischen Analyse dienen sollen.


Der deutsche IBM-Informatiker Hans Peter Kuhn war 1958 der Erste, der den Begriff Business Intelligence nutzte, nämlich für seinen Beitrag “A Business Intelligence System” im IBM-Journal. Trotzdem war es schließlich Howard Desner, ein Analyst der Gartner Inc., der ihn sich 1989 zu eigen machte.


Das Institut für Business Intelligence der Hochschule Berlin definiert diese als die Integration von Strategien, Prozessen und Techniken, die aus den Daten über die Bereiche des Unternehmens erfolgsorientiertes Wissen über Status, Potentiale und Perspektiven schaffen können. Wo BI im engeren Sinn also nur für die Methode zur Erfassung der Daten steht, da meint es im weiteren Sinn auch die Pflege, Erweiterung und Anpassung der Grundlagen im Managementbereich, die eben dieser ständigen Wartung bedürfen.


Zur Schaffung der technischen Grundlage bedarf es dreier Phasen. Die erste Phase ist die sogenannte Data Delivery - die Lieferung der Daten. Hier werden die Daten über operative Systeme oder Datenlager des Unternehmens erhoben. Es folgt Phase Zwei: Discovery of Relations, Patterns and Principles (Entdeckung von Zusammenhängen, Mustern und Regeln). Dabei werden die gesammelten Daten miteinander in Verbindung gesetzt. Die dritte und letzte Phase ist dann schließlich das Knowledge Sharing (Teilen von Wissen), wo alles zusammengefasst und ins Wissensmanagement eingebunden wird.


Auch für dieses Einbinden gibt es ein dreiphasiges Schema, nach dem man ganz einfach vorgehen kann. Es beginnt mit der Strategiephase, durchläuft die Konzeptionsphase und endet in der Implementierung. Zuerst entwickelt man also eine Strategie auf dem Fundament der durch BI erhobenen Daten. Anschließend versieht man das geplante Vorgehen mit genauen Prozessen, wählt dafür passende Systeme - wie zum Beispiel OLAP oder Data-Mining - und verteilt sie auf die Mitarbeiter. Daraufhin können die erdachten Projekte mit den neuesten Erkenntnissen umgesetzt werden.


Mit Hilfe dieser Vorgehensweise kann die Situation des Unternehmens analysiert, bewertet und optimiert werden. Entscheidungen im Management müssen dank der Erkenntnisse nicht mehr intuitiv getroffen werden, sondern fundieren auf einer empirischen Basis. Das verbessert nicht nur die Geschäftsabläufe, sondern auch die Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Eine so organisierte Vorgehensweise senkt die Kosten für Schüsse ins Blaue, reduziert Risiken, die sonst nicht beachtet worden wären, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und bringt dem Unternehmen alles in allem schlicht einen großen Mehrwert.


Große Konzerne wie Microsoft, IBM und Informatica bieten bereits erfolgreich Business-Intelligence-Systeme an, allerdings gibt es auch einige Open Source Systeme wie zum Beispiel BIRT, ClicData und The ELK Stack.


Business Intelligence meint also prinzipiell die Technologien und Vorgehensweisen zur Sammlung, Auswertung und Anwendung erhobener Unternehmensdaten zur Steigerung der Qualität von Entscheidungen auf der Managementebene.