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MVP-Entwicklung nach der wissenschaftlichen Methode

Im Sport bezeichnet man als MVP den Most Valuable Player, also den Spieler, auf dessen Schultern das Team zum Sieg getragen wird. Mindestens genauso wichtig wie ein Lionel Messi im Fußball ist in Unternehmerkreisen das MVP, das uns hier wirklich interessiert, nämlich das Minimum Viable Product.


Es beschreibt eine Vorstufe eines Produkts zu dessen Test mit seinen minimalen Eigenschaften und Funktionen, welches dem Nutzer zwar schon einen Mehrwert bringt, aber noch nicht das vollkommen ausgereifte Endprodukt ist.


In der Produktentwicklung ist dieses Vorgehen unglaublich sinnvoll. Anstatt Geld und Zeit in die Entwicklung eines Produkts zu investieren, das am Ende vielleicht schlecht beim Verbraucher resoniert, bietet einem ein Minimum Viable Product die Möglichkeit, es zunächst ressourcenschonend zu testen und dann an Kundenwünsche anzupassen. Experten wie die Unternehmer Steve Blank, Eric Ries und Dropbox-Gründer Drew Houston sind sich dabei einig. Viel und gerne wird in ihren Kreisen über die Wichtigkeit des MVPs gesprochen und darüber, wie die iterativen Entwicklungsprozesse nach der Entwicklung funktionieren.


Wir wollen uns in diesem Artikel allerdings auf etwas konzentrieren, das die meisten als einen viel zu selbstverständlichen Schritt erachten: den tatsächlichen Aufbau eines MVPs.


Die Vorgehensweise wird sich dabei nach der wissenschaftlichen Methode richten.

Zunächst ist es essentiell, dass man sich im Vorhinein genau überlegt, welche Funktionen in das Minimum Viable Product integriert werden sollen. Denn die Frage, die man sich zu stellen hat, ist: Welche Annahmen wurden als Basis für das Projekt getroffen und welche Hypothesen müssen sich bewahrheiten, damit das Produkt schließlich ein Erfolg wird?


Die Beantwortung dieser Frage sollte nun eine Liste von Annahmen und Hypothesen ergeben haben. Ordnen Sie diese im nächsten Schritt in der Reihenfolge an, in der sie sich bewahrheiten müssen, damit das Produkt ein Erfolg wird. Es kann nämlich durchaus passieren, dass schon Hypothese Zwei einer zehnteiligen Kette sich als falsch herausstellt. In diesem Fall hat man sich bereits die Produktionskosten für die restlichen acht redundanten Kettenglieder gespart.


Sind die Hypothesen nun definiert, beginnt das Experiment namens MVP. Erneut haben wir uns eine Frage zu stellen: Was ist das Experiment, das wir mit dem kleinstmöglichen Aufwand an Ressourcen entwickeln können, um unsere grundlegendsten Annahmen zu beweisen oder zu widerlegen? Dabei ist vor allem wichtig, zu beachten, dass es bei dem Versuch nicht darum geht, bereits das Fundament für das Endprodukt zu schaffen, sondern schlicht um den Test der aufgestellten Hypothesen. Der Testlauf kann also alles sein; von einer Powerpoint-Präsentation, über eine Landing Page, bis hin zu einer ersten programmierten Software.


Ist das Experiment nun durchgeführt und der Weg zum Endprodukt geebnet, bleibt nur noch zu erwähnen, dass es nach dem Beweisen aller getesteten Hypothesen empfehlenswert ist, die Lean-Startup-, beziehungsweise Agil-Methodik anzuwenden. Das bedeutet schlichtweg, dass man das, was man aus der Reaktion des Markts und der Nutzer gelernt hat, effektiv in die Produktentwicklung mit einfließen lässt.


Eine gewisse Relevanz eines MVPs ist unbestreitbar. Nicht nur verhindert es das Verschwenden wichtiger Ressourcen durch intensive Planung im Vorhinein, sondern ermöglicht außerdem direktes Feedback potentieller Kunden. Dadurch kann das finale Produkt optimal an seine Zielgruppe angepasst werden und bringt dieser am Ende den höchstmöglichen Mehrwert.