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Agil - was bedeutet das eigentlich?

Um das herauszufinden, ist der erste logische Schritt, den Duden um Rat zu fragen. “[Von] großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig”, sagt er. Anwendungsbeispiele schlagen uns jemanden vor, der trotz seines/ihres hohen Alters körperlich und geistig noch sehr agil ist, also bezeichnet das Wort “agil” unter anderem wohl körperliche und geistige Merkmale von zumeist älteren Menschen. Schön und gut - aber wie passt das in diesen Blog? Nun, das zweite Beispiel ist “ein agiler Geschäftsmann”; das ist allerdings keine Anspielung auf sein hohes Alter.


Agilität in Unternehmen ist in der heutigen Zeit der Digitalisierung ein ziemlich großes und unter Kennern weit verbreitetes Thema und beliebter Managementansatz. Eine feste Definition gibt es noch nicht, aber sämtliche Versuche gehen einigermaßen Hand in Hand miteinander, oder scheinen sich zumindest nicht zu widersprechen. Man ist sich einig, dass Agilität prinzipiell bedeutet, dass ein Unternehmen die Fähigkeit besitzt, sich flexibel und mit einer gewissen Schnelligkeit an sich verändernde Bedingungen anzupassen. Agilität vertraut auf Dynamik, nicht Statik.


Einige Aspekte, die das Wort Agilität in sich vereint, sind Schnelligkeit, Anpassung, Flexibilität, Dynamik und Selbstorganisation. Schnelligkeit spricht dabei nicht nur von der Geschwindigkeit, mit der auf Veränderung reagiert wird, sondern auch von einer schnellen Änderbarkeit des Produkts eines Unternehmens. Flexibilität bedeutet in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Begrüßen unvorhergesehener Veränderungen an einem Projekt, wenn sie nötig werden. Gleichzeitig spielt Dynamik auf die Fähigkeit an, in seiner Stellung aus eigenem Antrieb beweglich zu bleiben.


Für ein Unternehmen bedeutet das vor allem, niemals auf demselben Stand stehen zu bleiben. In einer Welt wie unserer, die sich im Sekundentakt verändert, kann man schlicht nicht mehr auf klassische Organisationsstrukturen setzen, wenn man wettbewerbstauglich bleiben will; Innovation schlägt Tradition. Vor allem der Kunde kann davon profitieren, nicht nur Mitspracherecht zu besitzen, sondern seine geäußerten Wünsche und Änderungsvorschläge schlussendlich sogar im Produkt verwirklicht zu sehen.


Nicht nur der Kunde jedoch fühlt sich bei agilen Geschäftsmodellen meist besser aufgehoben, sondern auch die Mitarbeiter erhalten einen höheren Stellenwert. Die Verantwortung für Projekte liegt zumeist nicht mehr ausschließlich beim Manager und hierarchische Strukturen werden abgelöst von einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Im Unternehmen gibt es einen konstanten Austausch von konstruktiver Kritik und sogar Fehler werden nicht mehr verurteilt, sondern besprochen und für zukünftige Besserung analysiert. Die großen Ideen müssen nicht mehr nur aus der Chefetage kommen, sondern können von Mitarbeiterteams gemeinsam erarbeitet werden, da ihnen die Chance gegeben wird, sich persönlich und im Team permanent weiterzuentwickeln und weiterzubilden.


Agil sein - das bedeutet also, sich an wechselnde Rahmenbedingungen nahtlos und schnell anzupassen. Es beschreibt das Streben danach, sich, seine Arbeit, oder sein Unternehmen mit all seinen Aspekten kontinuierlich zu verbessern und veränderbar zu halten.